Neben einer individuellen Umsetzung von E-Government in einzelnen großen Städten stellt sich die große Herausforderung, eine durchgängige, elektronische Verfahrensabwicklung auch mittleren und kleineren Städten und Gemeinden zugänglich zu machen. Dies gelingt einerseits über die Entwicklung von Standards, welche von den Gemeinden – eventuell nach geringfügigen individuellen Adaptierungen – mit geringstmöglichem Aufwand übernommen/genützt werden können und andererseits über zentralen Betrieb und Bereitstellung, sodass keine eigene Hard- und Software und damit auch kaum lokaler Wartungsaufwand (und das dafür erforderliche Know How) notwendig sind.
Eine derartige Standardisierung in Verbindung mit zentralem Betrieb soll auf Grundlage der Erkenntnisse und Entwicklungen der Referenzstädte-Initiative gemeinsam mit dem Gemeindeinformatikzentrum Kärnten (GIZ-K) und einigen ausgewählten Kärntner Pilotgemeinden evaluiert und Zug um Zug auch umgesetzt werden.
Den überaus erfolgreichen Start setzte das GIZ-K bereits mit dem akkordierten Relaunch von überalteten Website vieler Kärntner Gemeinden und der kostenlosen Bereitstellung des E-Formularservices amtsweg.gv.at für alle Städte und Gemeinden im Bundesland.
Das Gemeindeinformatikzentrum Kärnten (GIZ-K) wurde 2007 vom Land Kärnten, dem Kärntner Gemeindebund und den Städten Klagenfurt und Villach stellvertretend für den Städtebund gegründet mit dem Ziel, die Kärntner Gemeinden in allen Belangen der Informationstechnologie zu unterstützen, so dass diese eine führende Rolle im Bereich moderner und effizienter Verwaltungsführung in Österreich einnehmen.
Die Kärntner Gemeinden können dabei auf das Gemeindeinformatikzentrum Kärnten als standardisierende, beratende bzw. aufklärende und koordinierende Instanz zugreifen.
Nähere Informationen zu den Tätigkeiten des GIZ-K sind unter http://www.giz-k.at/ zu finden.