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Städtebund-Leitinitiative "E-Government-Referenzstädte"

digitale.staedte.gv.at : Bürgerkartenregistrierung

Bürgerkartenregistrierung

Die Bürgerkarten-Signatur wurde eingeführt, um ein Mittel für die eindeutige Identifizierung und Authentifizierung in Online-Verfahren zur Verfügung zu haben, Behörden vor Missbrauch bei elektronischen Antragsstellungen zu bewahren und dem – in manchen Verfahren gegebenen – Rechtserfordernis einer eigenhändigen Unterschrift oder einer persönlichenn Identifikation zu entsprechen. Die Bürgerkarte ist aber nicht nur das Instrument für die sichere Abwicklung von E-Government-Verfahren, sondern birgt beispielsweise auch im Rahmen des Online-Bankings ein hohes Anwendungspotential.

Der Österreichische Städtebund hat bereits 2006 im Rahmen der Aktion „E-Government findet Stadt“ die notwendige vertragsrechtliche und organisatorische Infrastruktur geschaffen, damit in den Bürgerservicestellen oder anderen, häufig frequentierten Serviceeinrichtungen der Städte und Gemeinden eine Aktivierung der elektronischen Signatur auf der E-Card des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger vorgenommen werden kann. Wurde im Rahmen dieser Aktion die sogenannte „Verwaltungssignatur“ auf der E-Card aufgebracht, kann nun seit 1.1.2008 die qualifizierte Signatur auf der E-Card aktiviert werden. Im Rahmen der Initiative E-Government-Referenzstädte bietet der Österreichische Städtebund entsprechende Schulungen für die Ausgabe von qualifizierten Zertifikaten auf der E-Card an und unterstützt die Referenzstädte bei der Einrichtung von Bürgerkartenregistrierungsstellen.

Zur Verbreitung der Bürgerkarte bedarf es auch eines entsprechenden Meinungsbildungsprozesses in der Bevölkerung – sprich bei den VerwaltungskundInnen – und interessanter Anwendungsmöglichkeiten, die diesen einen spürbaren Vorteil gegenüber der herkömmlichen Verfahrensabwicklung bieten. Die Referenzstädte-Initiative sieht daher auch Maßnahmen vor, um die Verbreitung und Nutzung der Bürgerkartensignatur durch Antragsteller bzw. Kontrahenten der Kommunalverwaltung zu fördern. Zusätzlich zur Unterstützung bei der Einführung von Bürgerkartenregistrierungsstellen in den Referenzstädten und der Schulung von MitarbeiterInnen als Registration Officers (ROs) wird den Teilnehmern der Initiative daher auch ein praxisorientierter Marketingleitfaden zur Verfügung gestellt, der Maßnahmen zur Erhöhung der Quote elektronischer Einbringer und Empfänger in den Gemeinden beschreibt. Weiter ist geplant, die Referenzstädte auch bei der aktiven Umsetzung dieses Leitfadens zu unterstützen.

Referenzarchitektur: Digitale Signaturen

Bild: E-Governmentreferenzarchitektur Bereich Digitale Signaturen